Wohnbebauung Paul-Gerhardt-Kirche

Wohnbebauung Paul-Gerhardt-Kirche

Der Entwurf „Wohnen unter dem Kirchturm“ vermittelt zwischen den Interessen einer maximalen Ausnutzung des Grundstückes und gleichzeitig guter Wohnqualität mit Blick auf das Ensemble der Bauten von Otto Andersen. Die Ausrichtung des Wohnblockes erfolgt entlang der südlichen und westlichen Grundstückgrenzen mit Blick ins benachbarte Grün. So ist eine großzügige Freiraumsituation vor den Wohnungen gegeben.

Auf der Nord und Ostseite des Gebäudes entsteht ein Hof, welcher aus jeder Wohnung den Blick auf das neue Gebäude der Gemeinde aber vor allem auf Turm und Kirche ermöglicht. Diese Anordnung erlaubt einen direkten Bezug zur Gemeinde. Der bestehenden Zeile „Bei der Paul-Gerhardt-Kirche 6 bis 10“ bleiben maximale Freiflächen. Ein gesunder Abstand der Wohnungen untereinander in Neu- und Altbau ist gegeben. Die Gestaltung der Gebäude ist reduziert und rationell, lediglich die Eingänge sind betont, um eine Identifikation und Orientierung zu erleichtern.

Der Gemeindebau in Klinker, der Wohnbau mit einer strukturierten Putzfassade fügen sich in die Umgebung unauffällig ein. Für die Herstellung der Klinkerfassade werden Abbruchsteine verwendet, für die Betonkerne und -Decken kommt Recyclingbeton zur Anwendung, dadurch sinkt der Primärenergieeinsatz um 30%. Die stark strukturierte, rein mineralische Putzfassade auf einer Mineralschaumdämmplatte, ist nicht die preiswerteste, aber mit über 50 Jahren die erheblich langlebigere Ausführungsart gegenüber einem herkömmlichen WDVS.

Die Reduktion der Unterkellerung auf das absolute Minimum, große Dachüberstände bei den kleinen Wohnungen im Staffelgeschoss und das günstige A/V Verhältnis erleichtern einen sensiblen Umgang mit Primärenergie bei Erstellung und Betrieb.